Gefährdungsbeurteilung und Psychische Belastungen ermitteln

Arbeitsbedingungen haben sich verändert. Psychische Anforderungen sind heute wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeiten. Seit 2011 gehört neben dem „technischen“ Arbeitsschutz auch die Berücksichtigung psychischer Belastungen explizit in eine Gefährdungsbeurteilung, dass wurde 2013 durch die Ergänzung im Arbeitsschutzgesetz noch untermauert.

Die Gefährdungsbeurteilung ist das Kernstück des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Das Arbeitsschutzgesetz zeigt jedoch nur den Rahmen auf, der betriebsspezifisch organisiert werden muss.

Verschiedenste Instrumente stehen für die nähere Betrachtung der Arbeitsbedingungen zur Verfügung. Zum Beispiel Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitszirkel, Abwesenheitsanalysen, Experteninterviews oder Arbeitsplatzbegehungen.

Die Instrumente haben jeweils Vor- und Nachteile und ergänzen sich vielfach und helfen bei Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsbewältigung. Aber: wie viele Daten sind sinnvoll? Welche Instrumente versprechen ausreichend Aussagekraft, ohne den gläsernen Beschäftigten zu erzeugen?

Die Beteiligung der Beschäftigten ist einer der wichtigsten Faktoren für nachhaltigen Erfolg im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Die Beschäftigten sind die Experten für ihre Arbeit und somit auch für die Entwicklung von Vorschlägen, wie die Arbeit gesünder gestaltet werden kann. Gesundheitszirkel gehören hierbei zu den am häufigsten eingesetzten Instrumenten. Doch die Umsetzung und Zielstellung der Zirkel stellt sich in der Praxis sehr unterschiedlich dar.

Inhalt

Vorgehensweise bei einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung, Vergleich verschiedener Erhebungsmethoden zur Ermittlung psychischen Belastung, Risikobewertung, Umsetzung in die Praxis,

Ziel

Betriebsräte erhalten einen Überblick über Erhebungsmethoden, deren Aussagefähigkeit und Einbindung in den Betrieb.

Seminarthemen

  • Rechtliche Grundlagen und aktuelle Neuerungen rund um die Gefährdungsbeurteilung
  • Hintergrund: psychische Belastung
  • Organisation der Gefährdungsbeurteilung
    • Gefahren erkennen: Methoden zur Ermittlung psychischer Belastungen
    • Ergebnisse auswerten: Analyse der Gefährdungsbeurteilung
    • Maßnahmen ableiten und umsetzen
    • Erfolg sichern: Wirkungskontrolle und Dokumentation
  • Tipps und Hilfestellung zur Vorgehensweise
    • Praktische Checklisten und Mustervorlagen
  • Datenschutz
  • Aufsichtspflichten der Arbeitnehmervertretung
  • Mitbestimmungspflichten bei Regelungen und Maßnahmen

Termin

  • 4. - 5. Juni 2018 Volpriehausen

Durchführung

Beate Runge
(Beraterin Gesundheitsmanagement und Coach bei der Teamentwicklung)